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Sunday, 16 December, 2018
Familienpolitik : Die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär hat sich konträr positioniert!
on 2011/5/19 13:09:55 (2332 reads)

European-circle.de:

European Circle: Gerade die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär hat sich konträr positioniert und auch die Zumutbarkeit dieser Widerspruchslösung infrage gestellt.

Thomae: Ich bin der Meinung, dass diese Lösung zumutbar ist. Ich habe mich mit Frau Bär auch schon persönlich getroffen und mich dazu mit ihr ausgetauscht. Die Schwelle ist eigentlich nicht sehr hoch. Es wäre in der Tat nur ein Ankreuzen, das sogar in Formularform passieren kann. Der Mutter kann die Sorgeerklärung des Vaters zugestellt werden und diese kann dann per Formblatt antworten. Sie muss es nicht darlegen, begründen oder gar einen Anwalt aufsuchen. Das ist meines Erachtens der Mutter auch bei einer Konfliktlage nach der Geburt, die ja durchaus auftreten kann, zuzumuten. Daher bedauere ich es, dass die CSU, vor allem auch Frau Bär, sich nicht dazu durchringen kann.



European Circle: Sie haben kürzlich von der CSU eingefordert, dass sie in dieser Frage über ihren Schatten springen soll. Die FDP hätte das auch getan. Welche Zugeständnisse meinen Sie konkret?

Thomae: Mein Modell beinhaltet, das vom Augenblick der Geburt plus feststehender Vaterschaft und Sorgeerklärung des Vaters, das gemeinsame Sorgerecht besteht, bis ein Gericht über einen eventuellen Widerspruch der Mutter entscheidet. Das ist das Widerspruchsmodell. Mein Schritt auf die CSU zu war der, dass ich davon Abstand genommen habe, dass von Anfang an das gemeinsame Sorgerecht besteht, sondern es bleibt erstmal - auch bei Sorgeerklärung des Vaters - bei der Alleinsorge der Mutter, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Frist Widerspruch einlegt. Dann erstarkt diese Anwartschaft des Vaters zum vollen Sorgerecht. Lässt sie also die Frist, da waren zuletzt 8 Wochen im Gespräch, verstreichen oder willigt ein, kommt es zum gemeinsamen Sorgerecht. Nur wenn sie aktiv verneint, geht es vor Gericht. Über diesen Schatten bin ich gesprungen. Der Schatten, über den die CSU springen sollte, wäre dieses Schweigen als “keinen Widerspruch” zu akzeptieren. Und diesen Sprung tut sie nicht.

...

European Circle: In vielen Dingen steht die FDP den Grünen in dieser Frage ja näher als dem eigenen Koalitionspartner. Jüngst gab es aus dieser Fraktion auch einen Antrag, der Ihrem nur in wenigen Punkten widersprach. Wie weit würde Ihre Koalitionsdisziplin gehen, wenn der nächste Antrag der Grünen Ihnen aus der Seele spricht?

Thomae: Da ist unsere Koalitionstreue sehr hoch und ich vertraue auch darauf, dass wir gemeinsam zu einer Lösung kommen werden, die für beide tragbar ist. Da muss dann nochmal jeder einen Schritt tun und es gibt ja auch weiterhin Gespräche.

Es ist eben sehr schwierig, weil es für beide Partner ein ernstes Thema ist. Für uns ist es die Frage, welchen Lebensentwurf man leben will und der Union geht es darum, welche Familienverhältnisse man bewahren will. Es ist für beide Parteien also nicht nur ein technisches Problem. Da muss man schon respektieren, dass die Union mit guten Gründen - zumindest mit Gründen - auf die Bremse tritt.

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